Elektrische Kardioversion

Eine elektrische Kardioversion wird zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen der Herzvorkammern (Vorhöfe) eingesetzt. Das Ziel ist, den unregelmäßig oder krankhaft schnellen Puls durch einen Stromimpuls in einen regelmäßigen Herzschlag (Sinusrhythmus)zu überführen. Der Impuls wird in Kurznarkose über 2 Elektroden am Brustkorb abgegeben und schädigt das Herz nicht. Der Patient muss für den Eingriff nüchtern sein, danach wird der Herzschlag für 2 Stunden mit einem Monitor überwacht.
Aufgrund der verabreichten Narkosemittel darf man am Behandlungstag keine Fahrzeuge führen.

Die Erfolgsrate liegt kurzfristig bei ca. 90%, nach einem Jahr haben noch 50% der Patienten einen regelmäßigen Herzschlag, mit Einsatz rhythmuswirksamer Medikamente etwa 70%.

Zur Vermeidung von Komplikationen wie z.B. einen Schlaganfall durch Gerinnselverschleppung ist regelhaft eine Blutverdünnung mit Marcumar über 3-4 Wochen erforderlich. Der INR-Wert (Grad der Blutverdünnung) muss zwischen 2,0 und 3,0 liegen, von dieser Regel kann nur in wenigen Fällen abgewichen werden. Bei manchen Patienten wird der Arzt unabhängig vom Behandlungserfolg zu einer dauerhaften Blutverdünnung raten.